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  • Rolf Niederer

Hürdenläufer-Mentalität.

Sportfans und Leichtathletik-Fanatikerinnen erinnern sich: als der Norweger Karsten Warholm im Jahr 2021 an den olympischen Spielen in Tokyo im Final über 400 Meter Hürden die Ziellinie nach 45,94 Sekunden überquerte, war die Sport-Welt aus dem Häuschen. Auch wir biegen mit unseren Vorbereitungen zum diesjährigen Stadtfest vom 10. und 11. Juni 2022 auf die Zielgerade ein. Wir nehmen aus der Zielkurve viel Schwung für den Zieleinlauf mit. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein farbenfroher Festplatz, der an die gelungenen Stadtfeste der Vorjahre anzuknüpfen versucht.


Nun gut: einen Fabelweltrekord wie ihn Karsten Warholm abgeliefert hat, stellten wir bei der Organisation des Stadtfestes in diesem Jahr nicht auf die Beine. Aber wir sind der Meinung, dass wir durchaus bemerkenswerte Hürdenläufer-Mentalitäten unter Beweis gestellt haben. Die Pandemie und in Folge derer eine sehr verkürzte Vorbereitungszeit für das diesjährige Stadtfest, die Suche nach neuen Vereinen zur Belebung des Stadtfests, unsere durch die Pandemie und den witterungsbedingten Festabbruch 2019 strapazierte Finanzlage sowie herausfordernde Platzverhältnisse auf dem «Chabisplatz» sind nur einige der Hürden, die es zu überspringen galt. Und wenn wir an dieser Stelle noch kurz beim Bild des Hürdenlaufs bleiben: wir sind nun 360 Meter gelaufen. Wir kommen mit Rückenwind aus der Zielkurve. Vor uns wartet die zehnte und somit letzte Hürde, die es vor dem Zieleinlauf noch zu nehmen gilt.


Rückenwind erhielt unser Trägerverein in diesem Jahr ordentlich viel. Von den teilnehmenden Vereinen. Von unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Von unseren Donatoren und Spendern. Von den Behörden und städtischen Betrieben. Aber auch von neuen Partnern, die sich wie wir aktiv für ein abwechslungsreiches Rorschach engagieren.


Den Blick richten wir an dieser Stelle aber weiterhin nach vorne, um nicht doch noch an der letzten Hürde zu straucheln. Wir fokussieren uns auf die letzte Hürde sowie den Zieleinlauf. Gelingt es uns, den erfolgreichen Rahmen für ein friedliches und geselliges Stadtfest 2022 zu setzen, laufen wir am Sonntag nach den Abbauarbeiten mit einem Lächeln im Gesicht über die Ziellinie.


Nochmals kurz ein Wort zu Karsten Warholm. Jener Spitzenathlet, der wiederkehrend Spitzenleistungen vollbringt. Dennoch ist er nur wenigen bekannt. In diesem Sinne, nämlich oftmals unbekannte Leistungen bewusst ins Rampenlicht zu ziehen, ein grosser Dank an tatkräftige Mitmenschen und Freunde hinter den Kulissen des Stadtfests. Denn wenn ich von «wir» berichte, meine ich insbesondere die Mitglieder unseres Organisationskomitees. Gemeinsam werden wir bis zum Festbeginn rund 600 ehrenamtliche Stunden für das diesjährige Stadtfest in Rorschach investiert haben. Dabei ist nicht nur ausdrücklich zu loben, was diese OK-Mitglieder geleistet haben. Sondern auch wie sie es geleistet haben: ehrenamtlich, stark engagiert und hoch motiviert. Kurzum: einfach Weltklasse!



Donnerstag, 9. Juni 2022. Unsere Aufbauarbeiten sind auf Kurs. Wir freuen uns auf den Festbeginn am Freitag.




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